Das Inhaltsverzeichnis der Abteilung

 

 Geschichte der Stadt

Krasnojarsk ist einer der ältesten Städte Sibiriens. Sie wurde 1628 von der Kasakentruppe mit Andrej Dubenski an der Spitze als Aufsichtsfestung gegründet. Ursprünglich hiess die Siedlung Krasnyj jar, was „schönes Ufer“ bedeutete. Der Status einer Stadt wurde Krasnojarsk 1690 verliehen, als Sibirien endgültig an Russland angeschlossen worden war. 1822 wurde nach Zarenerlass das Jenissejskaja Gouvernement gegründet und Krasnojarsk wurde zu dessen Zentrum. Im XVIII Jh. verwandelte sich Krasnojarsk aus einer Festung in eine mittlere sibirische Stadt. Mit Bau der Grossen Sibirischen Eisenbahn 1895, die Krasnojarsk mit dem Zentrum Russlands verbunden hat, erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Danach wurde ein Bahnhof und die berühmte Brücke über Jenissej gebaut und Krasnojarsk wurde zum grössten Transportknoten Sibiriens. Im XIX. Jh. wurde die Stadt zum Verbannungsort  von Dekabristen. Neue Lehr-und-Kulturanstalten wurden eröffnet, eigene Zeitung wird herausgebracht. Dank all diesem bekommt die Stadt den Status einer der Kulturhauptstädte Sibiriens.
Heutzutage ist Krasnojarsk ein grosses Industrie,-Wissenschafts,-Transport und Kulturzentrum Ostsibiriens, die Hauptstadt der zweiten der Grösse nach Region unseres Landes. In der Stadt haben 150 grosse und mittlere Betriebe ihren Sitz und im Laufe letzter Jahre wird Krasnojarsk als eine der komfortabelsten Städte Russlands anerkannt.
Die Geschichte von Krasnojarsk beginnt im Jahre 1623, als der Militärchef von Jenissejsk Jakow Ignatjewitsch Chripunow den Bojarensohn Andrej Anufriewitsch Dubenski hinschickte, damit er eine neue Stelle für neue Festung ausfindig macht, um Jenissejsk von Angriffen der Kirgisen zu schützen. Dubenski fand diese Stelle, zu der man von Jenissejsk vier Tage mit Pferd reiten musste, an der Nordgrenze von kirgisischen Siedlungen, auf dem flachen Ufervorsprung, an der Mündung des Nebenflusses Katscha und des Flusses Jenissej, dessen linkes Ufer, rötliche Farbe aufweisend, emporragt und malerische Bergenkette bildet. Diesen Ort verglich Dubenski mit roter Farbe, nicht nur wegen roten Felsen, sondern auch wegen dessen Schönheit. Nach Verabschieden des Bauplanes von der Festung in Tobolsk und danach in Moskau wurde 1627 eine Truppe von 303 Leuten mit Andrej Dubenski an der Spitze nach Sibirien geschickt. Mitte Sommer 1628 erreichte die Truppe mit Mühe und Not diese Gegend und man fing an, die Festung aufzubauen. Es sei zu bemerken, verhielten sich die Einheimischen sehr friedlich den Leuten gegenüber und sogar halfen beim Aufbauen. Aber Ende Juli 1628 haben die Kirgisen nicht nur die Festung, sondern auch deren Verteidiger auf die Probe gestellt.  Aber alle Angriffe wurden immer zurückgeschlagen. Manchmal war die Festung monatelang eingekesselt, aber nie wurde sie von Gegnern erobert.
Die ersten und einzigen Einwohner der „neuen Katschinskaja-Festung“, wie man oft Krasnojarsk nannte, waren lange Zeit Kasaken. (Anfang des XVIII. Jh. waren da schon etwa 850 Leute, darunter 80% Soldaten). Sie alle waren, wie der gesamte sibirische Kasakentum  im XVII. — Anfang des XVIII. Jh., Soldaten, Beamter und Arbeiter zugleich.
1690 erhielt Krasnojarsk den Status einer Stadt. Nachdem die Kirgisen endgültig geschlagen worden waren, wurden  Festungen in Abakan und Sajanen gebaut. 1728 wurde mit der Mandschurei Frieden geschlossen und Krasnojarsk hat allmählich seine strategische Bedeutung als militärischer Vorposten verloren. Aber trotz des friedlichen Lebens wuchs die Stadt nicht.
1782 wurde die noch in den Zeiten des Peters I. gebildete und fast die ganze Region umfassende Provinz liquidiert . Das Territorium des Krasnojarsker Landkreises fasste drei Statthalterschaften, wie Tobolsk, Kolywansk und Irkutsk um. Krasnojarsk wurde Tobolsk untergeordnet, aber behielt seine administrative Bedeutung. Von 1804 war Krasnojarsk Tomsk untergeordnet, das damals die Hauptstadt des Landkreises war.
Die Verwandlung von Krasnojarsk im XVIII. Jh. aus einer Festung in eine übliche, nicht grosse sibirische Stadt hat alle Seiten des Lebens beeinflusst. Zum Ende des Jahrhunderts erinnerte nichts mehr an die kriegerische Vergangenheit der Stadt. Ein schrecklicher Brand hat 1773 fast die ganze Stadt verwüstet, nur 30 Häuser sind übrig geblieben.
Das Leben der Stadt hat sich geändert, als 1822 nach Zarenerlass das Krasnojarsker Gouvernement gegründet wurde. Zur Hauptstadt wurde Krasnojarsk, diese nicht grosse Stadt,deren wirtschaftliche und geographische Lage am günstigsten war. Zu der Zeit wurde eine Telefonstation, eine Grundschule, ein Mädchengymnasium, ein Lehrerseminar, eine Handwerkerschule  eröffnet. Nach Krasnojarsk zogen Kaufleute, Handwerker, Goldgrubenbesitzer ein. In der Stadt wurden die ersten Gebäude aus Stein gebaut, ein Park  angelegt und eine Druckerei eröffnet, wo die erste Krasnojarsker Zeitung „Jenissejskije gubernskije nowosti“ (Nachrichten aus dem Jenissejsk-Gouvernment) gedruckt wurde.
Der 6. Dezember 1895 ist noch ein wichtiges Datum in der Geschichte der Stadt. Der erste Zug traf in Krasnojarsk ein hat die Transsibirische Eisenbahn eingeweiht, deren Bau neue Impulse der städtischen Entwicklung beigebracht hatte.
1934 wurde Krasnojarsk zum administrativen Zentrum der Region mit intensiver Entwicklung der Wirtschaft. Anfang des Jahres 1941 in allen Wirtschaftsbetrieben arbeiteten 38 824 Leute. Im Laufe der Kriegsjahre stieg die Industriekapazität von Krasnojarsk um das Siebenfache, so dass Krasnojarsk Irkutsk überholte. So wurde die Stadt zum Industriezentrum Ostsibiriens.
Eine neue Seite in der Geschichte von Krasnojarsk in den Nachkriegsjahren war die Erschließung der hydroenergetischen Ressourcen von Angara und Jenissej. In dieser Zeit wurde nicht nur mächtige Elektroenergetik geschaffen, sondern auch damit verbundene grosse Betriebe der Schwarz-und-Buntmetallurgie, Zellulosenwerke, medizinische Einrichtungen und Chemiewerke wurden gebaut. Krasnojarsk wurde zum Zentrum der Wissenschaft und Bildung. Heutzutage zählt Krasnojarsk 47 Erforschungsinstitute, 12 staatliche Universitäten und 35 Fachschulen. Krasnojarsk ist auch ein Kulturzentrum der Region. In der Stadt gibt es ein Opernhaus, Dramatheater, Operettenhaus, Theater des jungen Zuschauers, Puppentheater, Gemäldegalerien, Heimatmuseum, das Surikow-Museum, eine Orgelhalle und eigenes Symphonieorchester. Es sei auch die berühmte sibirische Tanzgruppe von Michail Godenko zu erwähnen.
Heutzutage hat Krasnojarsk fast 1 Mio Einwohner und ist ein geographisches Zentrum Russlands mit dem größten Transportknoten Sibiriens. In der Stadt befinden sich über Tausend  Betriebe, Organisationen und Einrichtungen.  Dem Einwohnerzahl nach nimmt Krasnojarsk den 14. Platz ein und ist ein grosses administratives Zentrum Russlands und der Region Krasnojarsk, deren Fläche 2339,7 Tausend km2 beträgt, oder das macht 13,6% von dem gesamten Landesgebiet aus.